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Tuesday, January 06, 2009

Die einsamste Großstadt der Welt



Das ist – wer weiß es nicht – Perth. Hat mir von Anfang an echt super gut gefallen, endlich wieder Millionenstadtluft schnuppern. Das habe ich in der Outbackpampa doch schon n bissl vermisst. Alles schön sauber, und auch nicht zu groß. In der Touriinfo sind wir dann aber aus allen Wolken gerissen worden. Wie kein Feuerwerk??? Nix, null, niente??? Das doch verrückt, ich meine es ist ja immerhin ne Großstadt, und zwar die einzige in Western Australia. Na n Feuerwerk gabs dann aber doch noch, n recht kleines aber, irgendwo 100 km von uns weg. Und das Verrückte: Es begann nicht um 24 Uhr, sondern gleich mal ne Viertel Stunde eher und hat dann Punkt Mitternacht aufgehört. Und selbst böllern konnte man ja eh vergessen, das kennen die hier nicht! Und danach auf der Straße war fast die Hölle los, es waren fast mehr Bullen als normale Leute unterwegs. Zufuß, mit dem Fahrrad, auf Pferden (das sah echt komisch aus) und Streifenwagen, wo hinten gleich n Übergangsknast drangebaut war. Denn: Die Leute mögen es sich die Köpfe einzuschlagen, vor allem Mädels und Frauen. Echt mega unklar, was man da zu sehen bekommt. Es war also mal ein etwas Anderes Silvester! Aber Perth an sich ist echt relaxed…

Sunday, January 04, 2009

Kalbarri National Park

Von dem Park an sich habe ich nicht wirklich viel gesehen, nur kurz gestreift, wenn man das so sagen kann. Aber dafür den Ort. Dieser diente allerdings nur als notgedrungener Zwischenstopp auf dem Weg nach Perth. Hätte ich aber mehr Zeit gehabt, dann hätte ich auf jeden Fall den Job angenommen, mit nem Fischer jeden Morgen die See unsicher zu machen. Angelequipment gabs sogar umsonst. Muss ich unbedingt woanders noch nachholen... Bilder werden nachgereicht ;)

Monkey Mia

Jetzt hat meine Camera doch wirklich ihren Geist aufgegeben. Vermutet ich zumindest mal, machen tut sie nix mehr. D.h. das erste was ich in Perth machen werde (und muss) ist mir eine Digitalkamera zu kaufen. Geht ja sonst gar nicht. Naja auf jeden Fall bin ich am Montag früh um 5 raus, mit Pascal (meinen schweizer Fahrer) ins Auto gehoppst und nach Monkey Mia gedüst. Dort versammeln sich jeden Morgen Delfine, die bis ans Ufer herankommen und sich fast streicheln lassen, wenn man dürfte. Pünktlich halb sieben standen wir auf der Matte, fast die ersten, nur wer ließ auf sich warten??? Mr. und Mrs. Dolphin natürlich, die dann gegen 9 so endlich mal eintrafen. Dafür aber recht putzig, mit Seitwärtsrolle im Wasser und solche Scherze. Ab und zu kommen 10 oder 15 Delfine, heute aber nur 2. Dafür aber umso mehr Menschen, die den Strand belagerten. Hehe, aber gesehen ist gesehen.

Friday, January 02, 2009

Auf den Spuren der Sharks



Jab oder so ähnlich. Mit den Schweizern (habe mich einfach mal an sie heran gehängt, nachdem mich der Pascal beim Trampen aufgesammelt hat) bin ich gleich am nächsten Tag nach Denham, das in der sagenumwobenen Shark Bay liegt, gefahren. Ein kleines idyllisches Örtchen, in dem man eigentlich auch genau so wenig machen kann.

Relaxen vielleicht, und im Indischen Ozean schnorcheln. Allerdings war ich immer wieder froh wenn ich festen Boden unter den Füßen hatte. Was hier an Getier im Wasser rumstromert, das ist nicht mehr lustig. Stachelrochen ohne Ende, Haie sowieso (unschwer am Namen zu erkennen, hab aber mal ausnahmsweise keinen gesehen) und Seeschlangen, von denen ja kaum eine nicht giftig ist. Das Wasser lockt einen aber auch so was von dreist, und irgendwie muss man sich ja mal erfrischen.

Wednesday, December 31, 2008

Coral Bay and Ningaloo Reef

Ein weiterer Ausläufer des Ningaloo Reefs war hier zu finden. Super klares Wasser, türkisgrün, Postkartenmotive ohne Ende. Neben massigen Fischen tummelten sich gleich am Strand riesige sting rays (Stachelrochen). Sehr majestätisch diese Tierchen. Ansonsten wars aber weniger farblich interessant, mehr grau und braun. Weiß nicht, obs an den Touristen liegt, die sich hier versammeln, könnte aber ein Grund sein. Wenn ich die Unterwasserwelt wäre, würde ich mich auch hier dünn machen…

Typisch Australien

Aaalso, hier mal meine Einschätzung der Erfahrungen aus den letzten Wochen. Es gibt echt eine Menge genialer Orte in Australien. Aber egal wie beeindruckend das alles ist, an jeder Stelle wird die Idylle vernichtet – seis durch Quallen, Kroks, Schlangen oder Spinnen. Am Camp Lambert erlebte ich meine bisher schlimmste (Camping-) Nacht ever. Mitten in der Nacht wachte ich auf, habe mich selbst erwischt wie ich mich am ganzen Körper zu kratzen begann. Überall, immer wieder, ich konnte nicht aufhören. Die Stunden bis zum Sonnenaufgang waren Horror. Dann untersuchte ich mich, und stellte fest, dass ich am ganzen Körper rote Flecken hatte, tausende (und das ist kein Witz)!!! Moskitos, die so winzig sind, das sie durch das Mozzy-Netz kommen, sind über mich hergefallen. Ich bin also zum Strand, mich etwas abduschen, und bemerkte kaum den Rochen, der in 20cm tiefen Wasser ebenso erschrocken war wie ich. Auf dem Rückweg krabbelten cm-große Ameisen meine Beine hoch und begannen einfach damit mich zu beißen, warum auch immer. Nie wieder eine Nacht ohne Insektenspray in der Wildnis :)

Merry Xmas in Exmouth



Mal ein etwas anderes Weihnachten. Am Heilig Abend traf ich nach 600 km Autofahrt in Exmouth ein, einem kleinen Dorf am Arsch der Welt, welches das Glück hat, an einem der schönsten Tauchriffe der Erde zu liegen (Ningaloo Reef). Am 1. Feiertag gings dann auch gleich mal zum Riff, welches durch weiße Sandstrände, kristallklares Wasser und farbenfrohe Artenvielfalt unter Wasser bestach. Hab auch nicht schlecht geguckt, als plötzlich ein black tipp reef shark vor mir auftauchte und gemütlich seine Runden drehte. Es war ein Genosse von guten eineinhalb Metern Länge. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, ebenso wenig wie mit den leichten Sonnenverbrennungen, die mir den Abend versüßten. Am 2. Feiertag stand ich mit ausgestrecktem Daumen an der Straße und machte mich weiter Richtung Süden.